Fernseh Interview bei Tele D - Zur Person Sabine Holbrook

«Mini Räder – Mis Läbe» Am 8.11. von 10 - 11 Uhr auf SRF3

Sabine Holbrook lebt den Motorrad-Rennsport. «Das musst du einfach selber probiert haben,» sagt Sabine und nahm Andi Rohrer mit auf die Rennstrecke. Da sah er die FIM-Supersport-Fahrerin und ihre Honda CBR 600 aber nur noch von ganz weit hinten...

Hier der Link zur Sendung und dem Video: Mini Räder – Mis Läbe

Life Interview vom "roten Sofa" von der Herbstmesse in Schaffhausen

«Aeschbacher» gibt Vollgas mit Sabine Holbrook

...Sabine Holbrook ist eine der wenigen Frauen, die Motorradrennen fahren. Gas geben und spät bremsen, das ist ihre grosse Leidenschaft. Heute ist die 34-Jährige zu Gast bei Kurt Aeschbacher...

 

http://m.srf.ch/unterhaltung

 

Hier der Link zur Sendung - ich komme ab Minute 33

 

Bericht im Blick am Sonntag

Bericht vom FIM Women`s Camp & BMW Test - Speedweek.com

FIM Women`s Camp Brno: Eine großartige Erfahrung!

 

In der vergangenen Woche war ich erstmals beim FIM Women’s Training Camp in Brno dabei. Meine Aufgabe war neben der Instruktion die Leitung eines Workshops.

Weiterelesen: FIM Women`s Camp & BMW Test

7. Meisterschaftslauf, Slovakiaring (SK) - 9. Gesamtrang in der FIM EUROPEAN ALPE ADRIA CHAMPIONSHIP

„The greatest glory in living lies not in never falling, but in rising every time we fall” - Nelson Mandela

 

Ich hatte mich riesig auf das letzte Rennen am Slovakiaring gefreut und war körperlich und auch Mental sehr gut vorbereitet.

Leider sollte dieses letzte Meisterschafts-Wochenende nicht das meine sein. Die ganze Saison über war mein grösster Horror, im Regen und ohne Regenerfahrung eine neue Streck kennenlernen zu müssen. Am Freitag war es soweit. Seit zwei Tagen schon Dauerregen und das erste Training begann. Wir beschlossen bis zum zweiten Training abzuwarten, ob es eventuell weniger Wasser hat und die Temperaturen etwas steigen – leider nein. Nun musste ich ohne Streckenkenntnis und mit so gut wie keiner Erfahrung im Regenfahren raus fahren. Es war grausam, für die meisten meiner Konkurrenten ist der Solvakiaring eine „Haustrecke“ sie waren daher fast dreifach so schnell pro Runde wie ich. Nach Beendigung dieses Trainings beschlossen wir, dass dies einfach zu gefährlich ist und beschlossen nur noch bei besseren Bedingungen das Training fortzusetzen - Leider kam es nicht dazu.

Am Samstag stand das Qualifying an. Das erste war wieder nass und ich ging gar nicht erst raus, allerdings bestand Hoffnung, dass es abtrocknen würde. Für das zweite Qualifying war die Stecke soweit abgetrocknet, dass alle auf Trockenreifen ihr Glück versuchten. Ich gab mein bestes, aber ohne Streckenkenntnis und Training schaffte ich nur Platz 16. Für die Startaufstellung im Rennen.

Es blieb Trocken und somit starten wir auf Slicks ins erste Rennen. Der Start verlief ganz gut und nach 5 Runden hatte ich mich viel Mut an Position 7 vorgekämpft. Ich wusste ich fuhr absolut am Limit und es kam wie es kommen musste. In einer der langsamsten Kurven blieb ich einen Moment zu lange auf der Bremse und der mangelnde Gripp tat den Rest – Vorderrad weg. Ich versuchte das Motorrad alleine wieder aufzustellen doch es gelang mir nicht, bis die Streckenposten kamen war das Feld bereits schon einmal wieder vorbei. Meinem Motorrad ist überhaupt nichts passiert und ich hatte Kopfschmerzen.

Meine grosse Chance an diesem Wochenende.

Nachdem es wieder die ganze Nacht Samstag auf Sonntag und am Morgen geregnet hat war allen klar, dass das Rennen sehr schwierig werden würde. Reifenpoker war eigentlich nicht das Thema bei den meisten Fahrern im Feld, ich glaube alle setzten auf Regenreifen ausser mir. Die Entscheidung für Slicks fiel mir leicht, da ich im nassen eh wenige Chancen gehabt hätte. In der Warm-up Lap bestätigte sich mein Mut, nur die erste Kurve war noch recht nass doch der Rest der Piste hatte eine trockene Linie. Ich hatte also beste Chancen, um noch ein Saisonhighlight zu setzen, als einzige auf Trockenreifen. Doch als ich dann mit einem breiten Grinsen in die Startaufstellung rollte, kam leider der nächste heftige Regenguss und für mich endete somit das Rennen nach der Warm-up Lap.

Somit leider ein 0 Punkte Wochenende. Da wir Punktegleichstand für den 8. Gesamtrang in der Meisterschaft hatten, bin ich nun auf in der Wertung auf Platz neun. Dennoch bin ich wahnsinnig stolz auf mein Team und die Leistungen die wir dieses Jahr ohne Stecken Kenntnisse und mit fast keinem Training und unterlegenem Material zustande gebracht haben. Wir haben mit Leidenschaft und als Team gekämpft und alle Erwartungen übertroffen.

Dennoch ist es ohne finanzielle Unterstützung unmöglich eine Europameisterschaft zu bestreiten, daher möchte ich mich nochmals bei meinem Sponsoren, Gönnern, Freunden, Familie und allen Helfern bedanken auch einen grossen Dank an die verantwortlichen der FIM und der IOEM die mich in meinem Lehrjahr so toll Unterstützt haben. Dank eurer Unterstützung haben wir es geschafft!

 

Riesen Dank eure Sabine und s3r - Team

2014 FIM WOMEN’S TRAINING CAMP - BRNO/CZ

Alle Details auf SSEEDWEEK.COM

Hier der Link: 2014 FIM WOMEN’S TRAINING CAMP - BRNO/CZ

Ganzseitiger Bericht im Midländer - s3r

6. Meisterschaftslauf FIM European Championship – Alpe Adria Hungaroring (Ungarn)

Rundenrekord am Hungaroring!

Ein weiteres Mal wussten wir wieder nicht,  was uns erwartet, da wir zum ersten Mal am Hungaroring starteten. Im ersten freien Training am Freitag hiess es daher für mich erst einmal herauszufinden, ob es „links oder rechts herum geht“. Um ehrlich zu sein, wäre ich nach dem ersten Training am liebsten wieder nach Hause gefahren… Der Kurs ist extrem schwierig: Er ist lang, geht Berg auf und Berg ab, blinde schnelle Kurven und extrem harte Bremszonen. Ich hatte extrem wenig Trainingszeit, bevor die offiziellen Qualifyings anstanden. Es galt nun einfach, so viele Runden wie möglich zu fahren.

Samstagmorgen stand das erste Qualifying an. Wir beschlossen, in Absprache mit Pirelli, an unserer Rennabstimmung zu arbeiten. Für das zweite Qualifying war alles parat und wir planten, trotz der kurzen Zeit, dass ich nach drei Runden wieder reinkomme und wir auf einen neuen Reifen wechseln. Ich wusste, ich hatte nur noch genau vier Runden bevor abgewunken wird. Es gelang mir, die Rundenzeiten zu steigern und am Ende hatte ich es dank der fantastischen Leistung meines Teams und Pirelli geschafft: RUNDENREKORD einer Frau auf dem Hungaroring, zweite Startreihe!

Nun galt es, die Zeiten im Rennen konstant über die lange Distanz zu fahren. Mein Start im Rennen war leider eher schlecht. Ich brauchte drei Runden bis ich mich auf Platz sechs vorgekämpft hatte. Meine Zeiten konnte ich sogar noch um Zehntel verbessern und ich kam in einen guten Rhythmus. Ich hatte mein bestes Ergebnis zum Greifen nahe, als in der siebten Runde beim Runterschalten vom dritten in den zweiten Gang in einer Kurve das Getriebe blockierte und somit auch mein Hinterrad. Ich schleuderte unsanft auf den Tank, konnte das Motorrad jedoch zum Glück noch halten. Allerdings musste ich aufmachen und neben der Ideallinie war es leider nicht mehr griffig genug, so dass ich das Vorderrad verlor. Ich stellte das Motorrad sofort wieder auf und wollte weiterfahren, doch dann bemerkte ich, dass die rechte Fussraste abgebrochen war. „Das kann nicht sein“, war mein erster Gedanke, wie kann ich schon wieder so ein Pech haben. Zutiefst enttäuscht und traurig fuhr ich langsam zur Box.

Kaum umgezogen, wurde ich von der Rennleitung gebeten, zur Siegerehrung zu kommen, alle warteten schon auf mich. Ich verstand nichts… Dann wurde ich offiziell mit Musik auf das Podest gerufen und für den Motorrad-Rundenrekord einer Frau auf dem Hungaroring  geehrt, ich war so unglaublich glücklich und auch gerührt, mein erster Podestplatz in einer offiziellen Meisterschaft.
Ich möchte deshalb die Gelegenheit gleich nutzen und mich an dieser Stelle bei euch allen für eure ausdauernde und fantastische Unterstützung bedanken, ohne euch wäre das alles nicht möglich!

Sonntagmorgen im Warm-up funktionierte dann mein Schaltautomat nicht mehr, was wahrscheinlich mit den technischen Problemen oder mit dem Sturz vom Samstag zusammenhing. Wir tauschten den Sensor aus und testeten auf dem Ständer, alles sah gut aus und sollte funktionieren.

In der Einfahrrunde zum Start funktionierte der Schaltautomat dann allerdings wieder nicht und noch dazu brach mein Lenkungsdämpfer als ich eine starke Bodenwelle erwischte… Ich gab im Rennen mein Bestes, aber ich kämpfte mit stumpfen beziehungsweise kaputten Waffen. Ich konnte das Motorrad kaum halten, die starken Bodenwellen rissen sowohl am Lenker als auch an meinen Händen und Handgelenken, dazu kam der Zeitverlust beim Schalten und die Unruhe im Fahrwerk. Dies kostete konstant fast zwei Sekunden. Am Ende erreichte ich nur Platz elf.

Ein weiteres Mal bestätigte sich die Erkenntnis, dass der Rennerfolg von ganz vielen verschiedenen Komponenten abhängt und leider hatten wir auch diesmal nicht alle auf unserer Seite.

In drei Woche geht es weiter – zum letzten Meisterschaftslauf am Slovakiaring in der Slowakei. Auch dort sind wir zum ersten Mal und auch dort werde ich ein weiteres Mal alles geben.

 

Eure Sabine - s3r

 

Toller Artikel in der SPEEDWEEK.COM

Der neue Motor läuft gut!

5. Meisterschaftslauf FIM European Championship – Alpe Adria Poznan (Polen)

 

Während der Rest von Europa „unter Wasser stand“ hatten wir endlich mal Glück und keinen Regen- Sonne pur und heisse Temperaturen!

In Poznan waren wir noch nie und wussten daher nicht was uns erwartet. Da wir dank der Hilfe von Pirelli noch einen neuen Motor bekamen hiess es für mein Team als erstes am Vormittag den Motor einbauen und hoffen, dass alles passt. Am Nachmittag war es dann soweit. Der Motor lief und ich konnte mich und den Motor auf der mir unbekannten Strecke einfahren.

Am Freitag standen schon die einzigen beiden Trainings an und ich musste versuchen direkt schnelle Zeiten zu fahren und meinem Team Rückmeldung zu den Fahrwerkseinstellungen zu geben. Die Rundenzeiten waren von Anfang an nicht schlecht aber irgendwie stand ich an. Kein Gripp am Hinterrad und Probleme beim Einlenken in schnellen Kurven…

 

Für die beiden Qualifyings am Samstag entschieden wir uns nicht auf einen Qualifier-Reifen zu setzen, sondern eine saubere Rennabstimmung zu finden. Da wir leider nicht im Voraus testen waren, mussten wir diesen Weg wählen. In der Startaufstellung für die Rennen stand ich auf Platz 17. Leider hatten wir noch keine Lösung für meine Fahrwerk-Probleme finden können.

Probleme hin oder her, jetzt hiess es Rennen fahren und alles geben, egal wie. Der Start mit dem neuen Motor gelang mir perfekt, von Platz 17 vor auf Platz 8. Leider konnte ich diesen Platz nicht bis zum Ende verteidigen, da mein Reifen sich von Runde zu Runde mehr auflöste und ich nicht mehr richtig beschleunigen konnte. Am Ende erreichte ich einen zufriedenstellenden, hart erkämpften 10. Platz.

 

Im Warm-Up am Sonntagmorgen versuchten wir nochmals eine Änderung am Fahrwerk durchzuführen, leider vergebens. Für das Rennen entschieden wir uns volles Risiko zu gehen und bauten eine stärkere Feder am Hinterrad ein, die wir noch nie getestet haben. Der Start verlief wieder gut und ich war auf Platz 7. Fünf Runden vor Schluss hängte mein Knieschleifer auf den erhöhten Curbs ein und riss mir vom Knie. Von da an hatte ich grösste Mühe das hohe Tempo beizubehalten und leider musste ich am Schluss noch zwei Gegner ziehen lassen, um einen Sturz zu vermeiden.

Dennoch bin ich zufrieden mit einem 9. Platz. Wir haben noch eine gute Abstimmung gefunden und ich bin im Rennen meine schnellste Zeit gefahren 1:39.3.

Grossen Dank auch wieder an mein tolles Team!

 

In einer Woche geht es schon wieder weiter zum nächsten Meisterschaftslauf am Hungaro Ring in Ungarn, auch dort werden wir wieder Neuland betreten. Bitte feste die Daumen drücken

 

Eure Sabine – s3r

 

Hitzeschlacht, Top 10 Resultat und ein erneuter Motorschaden…

4. Meisterschaftslauf FIM European Championship – Alpe Adria Most (Tschechien)

 

Temperaturen von 35° machten den Teams, den Fahrern und den Motorrädern auf der anspruchsvollen Strecke in Tschechien am Wochenende stark zu schaffen.

Dank unserem letzten Test vor ca. vier Wochen konnte ich meine Zeiten direkt bestätigen und auch nochmals steigern. Im Qualifying hatte ich einen sehr guten Speed und sicherte mir ein zweites Mal in diesem Jahr einen tollen Startplatz aus der dritten Startreihe!

Im ersten Rennen am Samstag erwischte ich den Start nicht perfekt. In der ersten Kurve wurde es sehr eng und einige Fahrer waren in einen Sturz verwickelt, dem ich glücklicherweise noch ausweichen konnte. Jetzt hiess es die verlorenen Plätze wieder aufzuholen. Allerdings musste ich direkt feststellen, dass ich sehr wenig Gripp am Hinterrad hatte und beim Beschleunigen stark rutschte, was mich von Anfang an sehr viel Kraft kostete das Motorrad zu steuern und schnelle Rundenzeiten zu fahren. Schlussendlich konnte ich meinen neunten Startplatz wieder zurück erkämpfen und beendete das Rennen völlig erschöpft und überhitzt nach diesem Kraftakt. Ich war ein wenig enttäuscht, da ich wusste, ich hätte mehr leisten können, mit mehr Gripp.

Sonntagmorgen hatten wir noch ein 15 Minuten Warm-up, das wir unbedingt nutzen mussten, um das Setting zu verändern, damit ich im folgenden Rennen mehr Gripp am Hinterrad habe. Nach zwei Abänderungen fühlte sich das Motorrad perfekt an und ich war bester Dinge im Rennen ein Saison-Highlight zu setzen!

Mein Team checkte wie immer das Motorrad von Grund auf durch, damit im Rennen nichts dem Zufall überlassen wird. Plötzlich brach grosse Hektik im Team aus … Öl – ein Haarriss im Motorengehäuse! Wir hatten noch knapp zwei Stunden bis zum Rennen, um den Motor auszuwechseln. Mein Team gab alles bei gefühlten 45° im Zelt, um rechtzeitig fertig zu werden; doch leider reichte es nicht mehr für das Rennen! Ich konnte es nicht fassen, das war mein Tag, mein Rennen, das Motorrad war perfekt abgestimmt und ich fühlte mich so stark - und ich musste zuschauen wie mein Platz in der Startaufstellung leer blieb…

Nochmals einen riesen

 

Dank an mein Team, das alles gegeben hat, damit ich hätte starten können.

Nun haben wir ein riesiges Problem. Wo bekommen wir bis zum nächsten Rennen in acht Tagen einen neuen Motor her? Wir werden alles versuchen; doch zurzeit ist der Start in Poznan (Polen) nicht gesichert.

Eure Sabine – s3r

 

Sieg bei den Tests in Most (CZ)

Sieg!!!

 

Wir sind zufrieden mit den Tests und Fahrwerkseinstellungen, die wir in Most am vergangenen Wochenende ausprobieren konnten. Für einmal war uns auch das Wetter geneigt: Temperaturen zwischen 15C und 24C waren ideale Bedingungen, um Fahrwerksabstimmungen zu testen. Durch die Verbesserung der Rundenzeiten konnten wir zudem an der Übersetzung noch eine Optimierung vornehmen. Aufgrund der vielen Testrunden war es mir auch möglich, die Ideallinie zu finden.

Ein Highlight war, dass ich ein Rahmenrennen gewinnen und mich gegen 750ccm und 1000ccm Motorräder durchsetzen konnte. Doch ist das leider nicht das Mass, an dem ich mich messen muss, denn in zwei Wochen finden in Most die nächsten EM-Läufe statt und dort liegt die Latte deutlich höher.

Ich freue mich jedoch, gut vorbereitet und mit einem guten Gefühl in den nächsten Meisterschaftslauf gehen zu können. Hoffentlich werden das Wetter und das Glück diesmal auf unserer Seite sein.

Eure Sabine - s3r

 

Link zur Fernseh Rportage: ICBS Most                                                                                    23.6.214

Fallwind Bura verwüstete das Fahrerlager in Grobnik

3. Meisterschaftslauf FIM European Championship – Alpe Adria Grobnik (Kroatien)

 

Das liebe Wetter mal wieder…

 

Am Donnerstag herrschte im freien Training brütende Hitze, bis innerhalb von 30 Minuten das Wetter umschlug und ein heftiges Gewitter das Nachmittagstraining beendete.

Am Freitag präsentierte sich das Wetter etwas stabiler, kleine Schauer machten jedoch systematische Abstimmarbeiten unmöglich.

 

Das ganz grosse Thema, das uns dieses Wochenende beschäftigte, war die Fahrwerkseinstellung und die Frage, welche Reifen funktionieren. In Rijeka sind die Bedingungen grundsätzlich sehr speziell: Die Strecke hat unglaublich viel Gripp, ist allerdings sehr wellig und teilweise ausgeschlagen. Ausserdem ist sie sehr schnell, viele schnelle Kurven mit Wellen und Rillen die vom Fahrwerk viel abverlangen und die Reifen extrem belasten werden im dritten bei Gang voll gefahren. Im 1. Qualifying waren wir noch nicht da, wo wir hinwollten und ich hatte an verschiedenen Stellen Mühe. Das 2. Qualifying lief allerdings richtig gut und ich konnte eine 1:36.836er Zeit herausfahren und somit die 6. beste Zeit in der Supersport Wertung!

 

Auch im Rennen selber konnte ich das erste Mal meine Startposition im harten Positionskampf bewahren und mich durchsetzen. Beim anbremsen auf die „Zagreba“-Kurve setzte ich einen späten Bremspunkt – mein Gegner allerdings auch! ... Da ich auf der äussere Position war und mein Widersacher einfach nicht vor mir Bremsen wollte, konnte ich nicht einlenken und musste einen Ausritt ins Kiesbett hin nehmen.

Am Schluss konnte ich noch 7 Punkte sichern sowie meinen 7. Platz in der Rangliste. Ich freute mich daher besonders auf das zweite Rennen am Sonntag, um dort nochmals richtig anzugreifen.

 

Um vier Uhr morgens wurde allerdings das ganze Fahrerlager unsanft aus dem Schlaf gerissen: Bura (starke Fallwinde in Kroatien) zog mit bis zu 140 km pro Stunde über unseren Zeltplatz hinweg und verursachte erhebliche Schäden an den Zelten. Unter diesen Bedingungen verschob die Rennleitung alle Warm-Ups und Rennen auf den Nachmittag, in der Hoffnung, dass der Sturm sich bis dahin legen würde. Nachdem mehrere einheimische Fahrer um die Mittagszeit einen Fahrtest gewagt hatten, gelangte die Rennleitung allerdings zur Erkenntnis, dass diese nicht berechenbaren Sturmböen zu gefährlich für ein Rennen sind. Um 15.00 Uhr sagte sie alle Rennen ab. Persönlich bin ich sehr froh, dass die Rennleitung diese sehr weise Entscheidung im Sinn der Sicherheit getroffen hat. Dies trotz der Tatsache, dass sehr viele Zuschauer anwesend waren, um einerseits den WM-Lauf der Side Cars und andererseits unseren EM-Lauf zu sehen.

 

Einen grossen Dank auch an dieser Stelle wieder an mein Team und Kevin der das erste Mal als zuverlässiger Helfer und Mechaniker mit uns dabei war.

 

Wir wurden eingeladen, am kommenden Wochenende in Most (Tschechien) für unsere nächsten Läufe zu testen. Ich werde euch selbstverständlich wieder davon berichten.

Eure Sabine – s3r

 

Presse Bericht in der SPEEDWEEK: Das liebe Wetter mal wieder


Presse Bericht auf Racetrack-News: 3. Meisterschaftslauf FIM European Championship – Alpe Adria

 

Toller Bericht auf der ioem Seite: ioem.at

 

Alles anders als gedacht!

 

Zweiter Meisterschaftslauf des FIM Europe Alpe Adria Championship – Panonoaring (HU)

 

Nach einem fantastischen Training-Tag am Donnerstag, hatte ich eine saubere Linie und eine gute Basis, um mich persönlich zu steigern. Daher freute ich mich schon riesig auf die offiziellen Trainings am Freitag.

 

Doch es kam mal wieder alles anders als gedacht…in der erste Runde schon fehlte mir Leistung und das Motorrad stellte mir ab – Diagnos: MOTORSCHADEN!

 

Den ganzen Freitag haben wir Motoren ein -und ausgebaut, den kaputten Motor raus, Motor aus dem Ersatzmotorrad raus und wieder einbauen. Für mich waren daher auch keine Trainings und kein Qualifying möglich.

 

Samstag machten wir einen kurzen Roll-out, alles passte, zu unserer grossen Erleichterung. Im Qualifying, bin ich dann auch noch eine sensationelle Zeit von 2:04.410 gefahren, was mich auf Platz neun und in die dritte Startreihe für das Rennen brachte; - Ich war überglücklich und freute mich so sehr auf das Rennen und die Möglichkeit im Mittelfeld mitkämpfen zu können. Nach einem guten Start sortierten wir uns im Feld und ich konnte mich noch eine Position nach vorne fahren. Ich machte Meter auf die dreier Gruppe vor mir, doch dann wollte ich aus Kurve fünf herausbeschleunigen, doch ich hatte keine Leistung, es fühlte sich an als wäre ich ausversehen im fünften Gang. Ich schaltete runter, doch keine Verbesserung…

 

Ich versuchte noch weitere Runden zu fahren, doch ein Rennen nur im „fünften“ Gang zu fahren funktioniert auf diesem hohen Niveau von anderen Fahrern nicht. Der letzte ausschlaggebende Faktor zum Herausfahren und das Rennen aufzugeben war, dass mein Motor 112C hatte. Traurig und enttäuscht versuchten wir gemeinsam das Problem zu definieren und für das Rennen am Sonntag zu beheben. 

 

Mit Hilfe und der Erfahrung von einem anderen Team konnte ein Problem an der Benzinpumpe behoben werden. Leider war nur noch ein kurzes Warm-up vor dem Rennen möglich und so hofften wir das nun alle technischen Probleme beseitig waren.

 

Der Start verlief ok und ich konnte meinen neunten Platz nach wenigen Runden wieder zurück erkämpfen und sogar noch einen weiteren Gegner ausbremsen und somit lag ich auf dem achten Platz. Nach vorne zum nächsten Fahrer war eine riesen Lücke von fast einer halben Runde. Nach drei Runden konzentrierter Aufholjagd war ich nun am Gegner dran, allerdings blieb mir keine Zeit mehr, da wir in der letzten Runde waren. Ich wusste, dass ich die letzten, sehr schnellen drei Kurven sehr gut fahre und beschloss mit sehr viel Schwung das Überholmanöver zu versuchen, dabei bin ich etwas zu weit auf die sehr hohen Innencurbs gekommen und mein Vorderrad verlor die Haftung.

 

Freud, Leid, Sieg, Niederlage, technische Defekte, - das alles ist auch Teil des Rennsports und leider blieb uns an diesem Wochenende auch nichts davon erspart. Mir und dem Motorrad ist nichts passiert. Den kaputten Motor haben wir schon bei unserem Tuner abgeliefert, allerdings wird dieser bis zu unserem nächsten Meisterschaftslauf vom 13.6. – 15.6.2014 nicht fertig werden und ich werde auch diese Rennen mit dem Ersatzmotor bestreiten müssen…

Toller Bericht auf der Seite der ioem: ioem.at

 

Angekommen im echten, harten Rennsport und die ersten EM-Punkte eingefahren

Wie schon bei unseren Tests hat das Wetter wiederum für Aufregung gesorgt. Von vier möglichen freien Trainings am Freitag bin ich nur zwei gefahren, da es an den beiden anderen Trainingsmöglichkeiten stark regnete und windete. Aber allein schon ein Training nur mit 600er Fahrern absolvieren zu dürfen, war einfach nur Klasse und für mich eine ganz neue Erfahrung! Am Samstag ging es dann das erste Mal zur Sache. Wir hatten zwei Qualifyings und am Nachmittag stand dann das erste Rennen an. Die Strecke war noch nass, zum Glück regnete es jedoch nicht mehr und so entschieden wir uns, mit Slicks rauszufahren. Im Nachhinein betrachtet, war das wahrscheinlich nicht die beste Entscheidung, da ca. 90% des Feldes mit Regenreifen rausfuhr und meine Zeit nicht sehr gut war. Im zweiten Quali waren wir in etwa mit den gleichen Bedingungen konfrontiert, da es zwischenzeitlich wieder geregnet hatte. Dieses Mal fuhr ich mit Regenreifen und ich fühlte mich deutlich wohler, was sich auch in den Zeiten niederschlug. Allerdings trocknete die Streck wegen Wind schneller ab und meine Crew zeigte mir an, dass ich in die Box kommen soll. In einer Blitzaktion wechselten wir die Reifen auf Slicks und ich hatte noch knappe fünf Minuten, um meine Zeit nochmals zu verbessern... Leider wurden nur noch zwei Runden gewertet und ich konnte nicht sofort mit den neuen Reifen „abdrücken“. Egal, ich hatte mein erstes erklärtes Ziel für unser erstes EM-Wochenende geschafft: Ich hatte mich für die Rennen qualifizieren können und dazu noch Platz 24 erreicht (und ausserdem war ich nicht Letzte :-)).

 

Zum Glück blieb es danach trocken und wir hatten eindeutige Bedingungen für das erste Rennen. Zum ersten Mal ging es nun in die Startaufstellung für das erste Rennen mit allem drum und dran wie in der WM: Grid-Girls, Fotografen, Fernsehen und ganz vielen Zuschauern. Nach einiger Hektik und ein Paar Problemen unsererseits aufgrund der neuen Situation erfolgte auch schon der Start. Auch hier musste ich feststellen, dass niemand im Feld mehr das Starten „üben“ muss... Ein sehr schneller Start von allen Piloten. Ausserdem wird hier richtig reingehalten und das schon ab der ersten Kurve! Nun ja, ich gab mein Bestes und am Ende erreichte ich Platz 5 in meiner Kategorie, was mir elf EM-Punkte sicherte.

 

Sonntagmorgen schien endlich die Sonne und wir hatten noch ein Warm-up, bevor es in das zweite Rennen ging. Der Start glückte mir gut, allerdings konnte ich mich noch nicht so durchsetzen im von Beginn weg harten Positionskampf. Im Laufe des Rennens fühlte ich mich gut und konnte auch einige Überholmanöver fahren nachdem sich das Feld etwas sortiert hatte. Leider wurde das Rennen vorzeitig nach 14 Runden abgebrochen, da die ersten drei Fahrer gestürzt waren.

 

Ich erreichte in meiner Kategorie den 7. Platz was mir weitere neun EM-Punkte einbrachte.

 

Fazit: Erster Meisterschaftslauf am Adria Raceway Italien in der FIM European Championship – Alpe Adria geschafft und meine ersten Rennen beendet. Am Ende doch noch alle Ziele erreicht: Nicht Letzte und nicht überrundet worden. Ein 5. und ein 7. Platz (von 25 Startern) in meiner Klasse, 1.21er Zeit gefahren. 4 Sekunden fehlen mir noch zur Spitze... Unerwartet sogar noch 20 EM-Punkte eingefahren. Wir haben viel gelernt und haben dennoch noch einen weiten Weg vor uns.

 

Die nächsten Rennen finden vom 23.5. – 25.5. am Pannoniaring in Ungarn statt.

 

Ein grosser Dank geht an mein Team, an alle Sponsoren und Gönner!

 

Eure Sabine - s3r

 

Folgender Link zum Bericht in der Speedweek:

http://www.speedweek.com/rundstrecke/news/56161/Angekommen-im-echten-harten-Rennsport.html

Weiterer Link in Racetrack-news: http://www.racetrack-news.de/2014/05/angekommen-im-echten-harten-rennsport.html?spref=fb

 

Zu Gast in der Radio-Talkshow «Persönlich»

 

Am Sonntag, 27. April war ich in der live Sendung "PERSÖNLICH" als Gast mit dem Kabarettist Ralf Schlatter, Moderation: Katharina Kilchenmann, geladen. Anbei der Link zum hören. feiner-humor-und-schwere-maschinen

 

 

Zu Gast in der Radio-Talkshow «Persönlich»
Die Motorradrennfahrerin Sabine Holbrook und der Kabarettist Ralf Schlatter treffen sich im «Sorell Hotel Rüden» zum Gespräch bei Katharina Kilchenmann.
«Persönlich» aus Schaffhausen.mp3
MP3 Audio Datei 24.0 MB
Zwei unterschiedliche Grenzgänger im heissen Stuhl
Bericht SH Nachrichten %22Persönlich%22.
Adobe Acrobat Dokument 722.5 KB

Bericht von unserem Testmarathon in Ungarn und Tschechien

Vom 12.4 – 13.4. testeten wir am Pannoniaring (HU). Anschliessend ging es für drei Tage weiter nach Brünn (CZ) und zu guter Letzt vom 18.4. – 20.4. nach Most (CZ).

 

Mein Wunsch nach gutem Wetter und schadfreien Trainings wurde leider nicht ganz erfüllt.

 

Am Pannoniaring lagen die Temperaturen recht tief und es ging ein kühler Wind, was uns grosse Schwierigkeiten bereitete, die Reifen auf die nötige Temperatur zu bringen. Nach einigen Runden konnte ich mich auf dem sehr anspruchsvollen Kurs zurechtfinden, doch das Vertrauen in die Reifen fehlte und daher wollte sich der „Rennspeed“ nicht wirklich einstellen. Im Rennen fuhr ich dann ins Mittelfeld.

 

Mit Hoffnung auf wärmere Temperaturen fuhren wir nach den zwei Trainingstagen weiter nach Brünn. Die Strecke gehört eigentlich zu meinen Lieblingsstrecken und letztes Jahr konnte ich dort auch schon ein Rennen gewinnen. Leider währte die Freude nicht lange... Regen und 6°C erwarteten uns während unseres gesamten Aufenthalts. Wir beschlossen, bei diesen niedrigen Temperaturen kein Risiko einzugehen und warteten auf besseres Wetter, um unsere Tests fortzusetzen. Am dritten Tag war es endlich trocken, allerdings wehte ein sehr starker, kalter und böiger Wind und wir hatten die bereits bekannten Probleme mit unseren Reifentemperaturen. Wir probierten diverse Settings durch, doch die Probleme blieben weiterhin fast unverändert bestehen.

 

Weiter gings zum Abschluss nach Most mit der grossen Hoffnung auf Besserung.

 

Wir hatten einen Pausentag zum Einkaufen und Material sortieren bei 24°C und Sonnenschein. Die Freude war gross, nun endlich warme Temperaturen zu haben. In der Nacht zog allerdings eine Kaltfront auf, die Regen brachte. Daraufhin beschlossen wir, das Motorrad für das erste Training in Most auf Regenreifen umzubauen, um wichtige Trainingskilometer sammeln zu können. Das Training beendete ich dann vorzeitig mit einem heftigen Highsider und einer Hüft- und Nierenprellung im Krankenhaus in Most... Motorrad OK J.

 

Alles nicht so schlimm, am nächsten Tag konnte ich schon wieder fahren und nun schien auch ENDLICH die Sonne. Ich qualifizierte mich für das Supersport-Rennen am Nachmittag und konnte mich von Startplatz 32 auf Platz 17 vorkämpfen. Am dritten Trainingstag hatte ich auch endlich ein gutes Gefühl in Bezug auf meine Reifen (Reifentemperatur 55°C) und konnte das Tempo steigern. Das Rennen beendete ich dann auf Platz 13.

 

Grossen Dank an mein Team für die tolle Unterstützung!

 

Fazit: Den „echten Rennspeed“, mit dem ich die letzte Saison gut beendet habe, vermochte ich noch nicht zu finden. Doch ich konnte das Training mit einem guten Gefühl beenden und ich weiss, dass ich mich von nun an kontinuierlich steigern kann. In 10 Tagen ist es auch schon soweit, das erste Rennen im FIM European Championship Alpe Adria am Adria Raceway (I) steht an, die Meisterschaft beginnt.

 

Eure Sabine - s3r

 

Link zum Berich in der SPEEDWEEK: Testmarathon im April

 

 

Erster Test in Grobnik (Rijeka, Kroatien) - Nur Positives zu berichten

Schon der Start ins Wochenende war gelungen: Das Wetter am ersten Tag zeigte sich gnädig und von Samstag an wars einfach traumhaft warm und sonnig.

Da ich noch nie in Grobnik war, musste ich mich auf dem sehr schnellen und anspruchsvollen Kurs erst einmal zurecht finden. Da wir an der Honda neu ein Telemetrie-System zum Auswerten von Daten eingebaut hatten, mussten wir dafür noch einige Anpassungen und Tests durchführen. Glücklicherweise kann ich berichten, dass beinahe alles wunschgemäss funktioniert und ich mich nach einigen Turns auch auf der Strecke zurechtfand.

Das Ladys-/New Generation Rennen vom Samstag konnte ich gewinnen, yeah! Im anschliessenden Endurance-Rennen (Langstecken-Rennen über 3 Stunden im Dreierteam) absolvierte ich meinen ersten Leman Start (Sprint zum Motorrad und anschliessender Start), der wie auch meine anderen Starts, eher schlecht lief… Als ich nach ca. 40 gefahrenen Rennminuten wie vereinbart zum fliegenden Wechsel in die Box kam, mussten wir mit Schrecken feststellen, dass der Transponder (Zeitmessung) fehlte. Leider wurde daher unser Team auf guter Position liegend, disqualifiziert.

Am Sonntag stand noch das Supersport Rennen auf dem Programm, bei welchem die besten Fahrer antraten. Dort ging ich auf Position 20 von 43 ins Rennen und nach einem wiederholt schlechten Start, aber nach einer starken Aufholjagd, kam ich auf Platz 9 mit einer Bestzeit von 1.39 ins Ziel.

Fazit nach dem ersten Training des Jahres: Trotz der langen Pause nicht viel verlernt und technisch auf dem Vormarsch. Der nächste Trainingstermin steht nun für den 12. - 13.4. am Pannonia-Ring (HU) an.

 

Eure Sabine - s3r

Testbericht Grobnik_Speedweek.jpg
JPG Bild 261.6 KB
Testbericht Grobnik SH Nachrichten.gif
Grafik Interchange Format 61.9 KB
Frühlingsaustellung Meyer Zweiradsport.j
JPG Bild 1.6 MB

Als Ehrengast beim SN-Bleigiessen

Enduro und Moto Cross "Winter"-Trainingslager, Alicante (E)

Endlich angekommen in Alicante auf der wunderschönen Finca: Sonne, Wärme und Licht, alles was bei uns zu Hause derzeit fehlt! Also beste Bedingungen zum Trainieren.

 

Mein tägliches Trainingsprogramm begann morgens um 7.30 Uhr mit 7km im Sonnenaufgang joggen, was sensationell schön war.

Abfahrt zum Enduro fahren oder Crossen war jeweils um 10.30 Uhr. Am ersten Tag haben wir mit Gonzalo (unserem spanischen Guide) „Ramblas“ Flussbetten fahren angefangen, um uns für die nächsten Tage für die gröberen Touren zu rüsten. Wie schon letztes Jahr musste ich mich erst mal wieder - vom Asphalt kommend - auf die für mich ungewohnten rutschigen, steinigen, nassen Bedingungen einstellen :-). Nach etlichen Flussbetten, Bergketten mit steinigen, steilen Bergauf - und Bergabfahrten, haben wir am vierten Tag ein inoffizielles „Schotter Bergstrassen Rennen“ gefahren, da war ich dann doch schon viel mehr in meinem Element, am Kabel ziehen und vorwärts machen.

 

Meine Mitfahrer beschlossen am fünften Tag, einen Pausentag einzulegen, was für mich nicht in Frage kam, ich wollte Motorrad FAHREN. Gonzalo hatte eine tolle Idee: Wir fahren zur Abwechslung an die Moto Cross Strecke nach Alicante, selbstverständlich Offroad. MX war für mich echt ein riesen Spass!! Für die verbleibenden Tage beschloss ich daher, MX zu fahren. Faszinierend finde ich, das man genau wie auf der Rennstrecke sich seine Linie, Brems- und Gaspunkte suchen muss und auf Geschwindigkeit und Rundenzeiten fährt. Für mich ist allerdings noch, das „rutschige Terrain“ und das richtige Springen erschwerend, aber was noch nicht ist, kann ja noch werden! Zusammengefasst hatte ich sehr viel Training auf den unterschiedlichsten Untergründen mit verschiedensten Ansprüchen an mich und mein Motorrad – ich denke die neue Saison kann kommen und ich werde top vorbereitet parat sein, allerdings weiss ich nicht, wie ich die nächsten Wochen und Monate ohne Motorradfahren überstehen soll!

 

Eure Motorradsport-Verrückte

Sabine

Saisonabschluss Barcelona (E)

Wir hatten 30°C und Sonnenschein, perfekte Bedingungen für die letzten beiden Rennen in diesem Jahr.

 

Im freien Training hatten wir ein Problem mit der Elektronik und bis wir den Fehler gefunden hatten, war der Morgen zum «Zeiten jagen»  leider schon um. Schlussendlich lag das Fahrerfeld wieder einmal sehr eng beieinander und ich qualifizierte mich für Startplatz 11. Von der 11. Position aus ging ich in ein 14 Runden langes Rennen und es wurde hart um jede einzelne Position gekämpft. Dank guter Kondition und perfekter Arbeit meines Teams fuhr ich Schlussendlich auf Platz 4 und konnte im ersten Rennen 13 Punkte sichern.

 

 

In der folgenden Nacht wachte ich dann vom Regengeräusch auf, was mich beunruhigte. Mein einziger Gedanke: Bitte keinen Regen für das Saisonabschlussrennen! Über den Morgen trocknete der Asphalt dann jedoch ab und es schien, als könnte ich nochmals im Trockenen um Platzierungen kämpfen.

Während der Einfahrrunde liefen mir dann allerdings Tropfen am Visier herunter und somit war es sehr schwierig einzuschätzen wie weit ich pushen kann. Mein Vordermann hatte beim aus der Kurve Beschleunigen einen heftigen Rutscher, den er gerade noch auffangen konnte, ich war gewarnt. Wie wird die Rennleitung entscheiden, fragte ich mich.

Das Rennen wurde dann trotz der nicht eindeutigen Bedingungen regulär gestartet. Ich beschloss, auf keinen Fall ein zu grosses Risiko einzugehen, um nicht zu stürzen und nochmals null Punkte zu erhalten. Denn das wäre aus taktischen Gründen der Supergau gewesen! Nach einigen Runden hörte der Regen auf, die Ideallinie trocknete gänzlich ab und ich konnte das Tempo erhöhen. Am Schluss wurde ich für mein Fingerspitzengefühl mit einem weiteren vierten Platz belohnt.

Leider hat dies jedoch ganz knapp nicht zum dritten Platz in der Gesamtwertung gereicht. Es fehlt mir mit 133 Punkten nur ein einziger Punkt für den dritten Rang. Ehrlich gesagt wurmt mich das doch schon ein bisschen... Andererseits dürfen mein Team und ich auch stolz sein auf unsere Leistung. Wir haben dieses Jahr Höhen und Tiefen erlebt, ich habe sehr viel dazugelernt und mich auch weiterentwickelt. Ich bin nun nicht nur in der Lage Siege und Podestplätze einzufahren, sondern ich merke nun auch, wenn etwas an den Einstellungen geändert werden muss. Das hat uns im Laufe der Saison ein toll funktionierendes Motorrad gebracht wie auch detaillierte Einstellungsprotokolle für die nächste Saison.

Allerdings zeigte sich auch wie wichtig im Motorsport das Material und die passende Technik sind. Wie viele Faktoren einfach stimmen müssen, um eine Meisterschaft gewinnen zu können.

 

An dieser Stelle möchte ich mich nochmals und von ganzem Herzen bei meiner Crew bedanken, welche die ganze Saison mit vollem Einsatz für mich da gewesen ist. Ohne euch wäre das alles nicht möglich gewesen!

DANKE auch allen Sponsoren, Freunden, Gönnern und Helfern, dass ihr an mich geglaubt habt und trotz einer sehr schwierigen Saison an meiner Seite geblieben seid.

 

Derzeit sind wir schon eifrig am eruieren, welche Meisterschaft wir nächste Saison fahren werden. Sobald wir wissen, wohin die Reise geht und wie das Budget aussieht, werden wir euch informieren.

Ich hoffe ganz fest darauf, in der neuen Saison wieder auf eure grossartige Unterstützung zählen zu dürfen. Denn ohne diese kann ich meine grosse Leidenschaft nicht ausüben.

 

Eure Sabine und das s3r Racing-Team

 

Alles anders als gedacht...

Das Wetter in der Toskana war für mich perfekt, 39°C und Sonne pur. Im Qualifying kam ich, nachdem wir das richtige Setting für die Honda gefunden hatten, auf gute Zeiten. Allerdings lag das Starterfeld sowie die Zeiten so dicht beieinander und das Niveau war so hoch, dass ich auf Startplatz elf ins Rennen gegangen bin. Allerdings betrugen die Unterschiede nur Zehntel-Sekunden,  so dass im Rennen noch alles möglich war. Am Ende jedoch reichte es trotzdem noch für 13 Punkte im Cup.

Sonntagmorgen wollte ich gerade zum zweiten Warm up vor dem Rennen rausfahren, als ich die Nachricht erhielt, dass es bei uns im Team einen Medizinischen Notfall gab. Nun lag die Priorität plötzlich ganz woanders. Ich sagte den Start für das zweite Rennen ab mit der Konsequenz von Null Punkten in der Wertung. Gleich Sonntagnacht fuhren wir noch zurück in die Schweiz, damit alle weiteren notwendigen medizinischen Massnahmen unternommen werden konnten.

In Barcelona werden die letzten beiden Rennen für den Cup stattfinden. Und versprochen, ich werde nochmals mein Bestes geben!

Sieg!! 38 Punkte für den Cup in Brünn geholt!

Hitzeschlacht und 38 Punkte beim 4. Cup Lauf in Brünn (CZ)

 

Ich glaube es war das erste Mal in diesem Jahr, dass wir unser Zelte nicht im Regen aufstellen mussten :-). Stattdessen hatten wir 38°C Lufttemperatur und 66°C Asphalttemperatur.

 

Freitagmorgen ging es wie gewohnt ans Qualifying. Das Gefühl war von Anfang an sehr gut, daher hatte ich schon am Morgen die schnellste Zeit in der 600er Klasse und konnte mich auf Feinabstimmungen konzentrieren. Im Qualifying am Samstagmorgen hatte ich bis kurz vor Ende die zweite Startposition, als die Konkurrenten mir doch noch ein paar Zehntel abnahmen. Daher startete ich nachmittags im Rennen auf Position sechs. Der Start war ok und ich konnte meinen sechsten Platz verteidigen. Nun hiess es aber schnellstmöglich zu überholen, um den Anschluss an die Führungsgruppe nicht zu verlieren. Und das gelang mir dann auch. Nach fünf Runden liess ich die Gegner hinter mir und holte mir die 25 Siegpunkte!

Sonntags fuhren wir unser Rennen um 12.30 Uhr und ich hatte Probleme mit dem Überhitzen des Motorrades, welches zu einem Leistungsverlust führte. Mit den eingefahrenen vierten Platz und weiteren 13 Punkten können wir zufrieden sein.

 

Durch die guten Ergebnisse der letzten Rennen wird es noch sehr spannend in der Gesamtwertung. Nächte Woche geht es schon weiter nach Mugello (I) in die Toskana, wo wir mit noch höheren Temperaturen rechnen. Drückt mir weiterhin die Daumen und ich werde wie immer mein Bestes geben.

 

Eure Sabine

Endlich der langersehnte Erfolg – 30 Punkte beim Cup in Magny Cours

Neuster Bericht von den Schaffhauser Nachrichten
shn.25.023_Magny Cours.pdf
Adobe Acrobat Dokument 184.3 KB
Bericht Speedweek Magny Cours.jpg
JPG Bild 869.9 KB

Es hat mal wieder mit Regen angefangen – Erst am späten Donnerstagabend konnten wir unsere Zelte im Fahrerlager aufbauen, nachdem es endlich aufgehört hatte zu regnen.

Freitags ging es erst einmal verhalten auf die Strecke, um zu schauen wie sich das Motorrad mit dem neuen Motor so fährt. Zu unserer grossen Erleichterung fuhr es sich sehr gut und der Motor lief super. Natürlich stand nun noch auf unserem Programm Abstimmungsarbeiten am Fahrwerk und der Symmetrie, da ich Schwierigkeiten beim Einlenken und Linie halten hatte.

Am Samstag im Rennen waren die Zeiten doch schon respektabel gesunken auf 1.54 Rundenzeiten. Was allerdings bei dem hohen Niveau und der Dichte an sehr guten Fahrern nur für den 6. Platz reichte. Also hiess es nochmals Übersetzung ändern und weiter nach Zehntelsekunden jagen.

Sonntags im Training hatte ich schon ein super Gefühl und konnte mit Luft nach oben nochmals eine Sekunde schneller fahren. Mit diesem guten Gefühl und der Selbstsicherheit habe ich es geschafft im Rennen eine fantastische 1.51er Zeit zu fahren und habe mir damit den 2. Platz gesichert. Einziger Wehrmutstropfen war, dass ich um ein Zehntel das Podium verpasst habe...

Egal, 30 wichtige Punkte gesichert, was für die Wertung am Ende vom Jahr sicherlich entscheidend sein wird.

 

Grosser Dank an mein Team für die super Arbeit und Betreuung!

 

Eure Sabine

Kein Glück in Oschersleben: Mit Topzeiten im Regen auf Öl ausgerutscht!

Am Freitag hatten wir das perfekte Wetter und Temperaturen um die 25°C. Am Nachmittag, nachdem wir noch die letzten Abstimmungsarbeiten an der Honda erledigt und einen neuen Reifen für das Qualifying aufgezogen hatten, hiess es für mich ran an die Zeitjagd. Viel Zeit blieb nicht, da es bereits der letzte Turn war. Das Motorrad fuhr sich sensationell gut mit dem neuen Fahrwerk und ich fuhr schneller als die anderen Fahrer in meiner Gruppe. Die vielen Überholmanöver kosteten leider aber auch etwas Zeit. Nichtsdestotrotz hatte ich es in diesem Turn geschafft, mir Platz vier (erste Startreihe) in der Startaufstellung für die am nächsten Tag stattfindenden Rennen zu sichern! Ich war voller Vorfreude und Selbstbewusstsein und wusste für mich, dass ich noch mindestens zwei Sekunden schneller hätte fahren können, hätte ich nicht so viele langsame Fahrer überholen müssen. Dies bedeutete, dass ich im Rennen um das Podest mitkämpfen konnte.

Samstag: Doch leider machte uns das Wetter einen Strich durch die Rechnung: der Samstag präsentierte sich mit Dauerregen und max. 9°C. Aufgrund des grossen Risikos bei Regen hatte der Veranstalter das Rennen in einen Superpole umgewandelt.

(Bei der Durchführung einer „nassen“ Superpole dürfen alle Fahrer gemeinsam 40 Minuten auf der Strecke fahren. Es ist erlaubt, so oft an die Box zu fahren, Reifen zu wechseln oder Fahrwerkseinstellungen vorzunehmen wie jeder Fahrer möchte. Nach Ablauf von 40 Minuten zählt die jeweils schnellste gefahrene Rundenzeit für die Punktevergabe des Cups).

Superpole: Das Problem ist, dass ich bei Regen überhaupt über keine Übung verfüge. Egal: Regenreifen montieren und schon lief die Zeit. Ich tastete mich in den ersten Runden heran und hatte trotz des vielen Wassers auf der Strecke doch ein sehr gutes Gefühl in Bezug auf die Reifen und den Gripp. In Runde fünf schaffte ich schon eine Zeit von 1.57, was mich unter die ersten der Rangliste brachte. Ausserdem hatte es aufgehört zu regnen und es trocknete ab.

Doch dann passierte es auf der schnellen Gegengerade: Beim ersten Berühren der Bremse klappte mein Vorderrad bei voller Geschwindigkeit nach links weg. Der Grund war Öl auf der Fahrbahn, welches bei der nassen Strecke nicht zu sehen war. Ich hatte weder damit gerechnet noch hatte ich eine Chance zu reagieren. Das Motorrad und ich hatten einen harten Aufschlag und überschlugen uns mehrfach. Glücklicherweise ist mir nichts passiert, allerdings hat es mein armes Motorrad schwer erwischt: Gabelbrücke gebrochen, Gabel kaputt und eventuell ist auch noch der Rahmen beschädigt.

Total enttäuscht und traurig konnte ich den Rest des Wochenendes an keinem Rennen mehr starten. Durch meine gute Zeit in der Superpole konnte ich wenigsten noch elf Punkte für den Cup sichern, obwohl soviel mehr an diesem Wochenende möglich gewesen wäre! Aber schon bald steht ja das nächste Rennwochenende auf dem Plan: Dieses findet vom 14.-16.6. in Magny Cours (F) statt.

Habt alle ganz herzlichen Dank für eure Unterstützung!!

 

Rennbericht aus Hockenheim; Erster Lauf PIRELLI STK:

Beim beschleunigen nach der Haarnadelkurve
Beim beschleunigen nach der Haarnadelkurve

Es geht uns nicht anders als den ganz grossen Teams im Motorsport…Die Technik muss funktionieren, um vorne mit dabei sein zu können.

Der Samstagmorgen in Hockenheim war verregnet und ich hatte schon die Befürchtung, dass ich das Qualifying im Regen fahren müsste. Nach der Mittagspause kam dann aber doch noch die Sonne heraus und ich konnte mich gut auf das sehr, sehr hohe Niveau das an diesem Wochenenden gefahren wurde, einstimmen. Am Abend war ich in der Gesamtzeiten-Rangliste (1000ccm, 750 ccm und 600ccm) auf Platz 70 womit wir alle sehr zufrieden waren.

Sonntagmorgen konnte ich im vorletzten Qualifying noch zulegen und eine 1.56,9 herausfahren, was mir Position 11 in der Startaufstellung sicherte.

Aus Sicherheitsgründen hatten wir einen fliegenden Start und schon in der Einfahrrunde merkte ich, dass irgendetwas nicht stimmte. Mir fehlte Leistung. Ich konnte den Anschluss schon auf der Startgeraden zu den anderen Fahrern nicht halten.

Somit war der Kampf an vorderster Front nicht möglich, allerdings konnte ich mich noch in die Punkte retten und habe trotz allem noch 11 Punkte für die Gesamtwertung gesichert.

Jetzt sind wir erst mal heilfroh, dass das nächste Rennen in Oschersleben erst am 17. – 19.5. stattfindet und wir uns ausgiebig der Technik widmen können.

Einen grossen Dank auch wieder an mein fantastisches Team und an euch für eure Unterstützung!

 

Bericht in der SPEEDWEEK, 9.4.2013 - Sabine Holbrook: Sie nimmt es mit den Männern auf

Auf das Bild klicken dann, kommt ihr direkt auf den Bericht bei SPEEDWEEK

"Holbrook`s überzeugender Saisonbeginn"

Die letzten Tests und das erste Rennen in Barcelona (E)

Honda und ich im neuen Design!
Honda und ich im neuen Design!

Vielversprechend und doch noch ein weiter Weg

Vorbereitung in Magione und Barcelona

Das Team hat es doch tatsächlich noch geschafft die beiden Hondas pünktlich zum letzten Test in Magione (IT) fertig zu bekommen - einige Nachtschichten hatte es dann doch noch gebraucht. Leider hatte der Wetterbericht wieder vollumfänglich Recht behalten und unser Training im „warmen Italien“ ist leider ins „kalte Wasser“ gefallen. Voller Hoffnung und warmer, trockener Gedanken sind wir, nach drei wenig aussagekräftigen Testtagen, direkt im Anschluss nach Barcelona (E) gefahren.

Endlich war es trocken, warm leider noch immer nicht. Nun hatten wir noch genau drei Tage Zeit, um zu schauen ob unsere Grossumbauten an den Hondas auch funktionierten.

Wie schon befürchtet gab es doch einige grössere technische Schwierigkeiten, die zuerst in mühseliger Testarbeit und mit mechanischem Können des Teams beseitigt werden mussten. Nach drei langen Test- und Einstellungstagen (Nächten), hatten wir das Gefühl den Elektronikfehler an der „Ersatzmaschine“ behoben zu haben und ich durfte endlich anfangen mit der „Honda 1 (Einsatzmotorrad)“ auf Zeitenjagd zu gehen!

Mein Respekt vor dem ersten Rennen der Saison war schon sehr gross als ich samstags nachmittags zu meiner Startposition 12 fuhr. Sicherheit und Selbstvertrauen gaben mir jedoch die Gewissheit, dass mein Team mir ein möglichst gut abgestimmtes Motorrad hergerichtet hatte. ...Es lag also nur an mir…

Rennen Barcelona

Das Rennen war lang und ging über 14 Runden und ich fühlte mich direkt nach dem Start wieder in meinem Element: RENNEN fahren. J Runde um Runde arbeite ich mich nach vorne und lag drei Runden vor Schluss auf Platz 4. Nach einem kleinen Schaltfehler überholte mich ein Fahrer wieder. Jetzt nur kühlen Kopf bewahren und klug fahren. Ich bin wieder herangefahren und schaute mir meinen Gegner in Ruhe eine Runde lang an und analysierte, wo ich stärker bin als er. Letzte Runde nun wusste ich, dass ich die letzte Passage auf Start Ziel besser war und ich Ihn aus dem Windschatten heraus überholen kann.

Alles perfekt, ich bin ohne Zeitverlust an den Überrundeten vorbeigekommen und direkt an seinem Hinterrad in die letzten drei Kurven – als wir auf die Zielgerade bogen sah ich, dass es noch eine Gruppe mit überrundeten vor uns hatte…leider war diese Überlegung, das mein Gegner auch noch Windschatten bekommen könnte, nicht in meinem Plan enthalten und so wurde ich mit nicht einmal 10 cm Rückstand 5. Ich war glücklich und zufrieden ein tolles Rennen, gute Fights und vor allem; ich wusste wieder, dass ich es kann! Meine Zeit war auch sehr zufriedenstellend mit 1.57 und für den Cup habe ich 13 Punkte sichern können.

Voll motiviert ging ich am Sonntag an den Start für das zweite Rennen. Wieder Startplatz 12 und nur acht Runden Zeit, um nach ganz vorne fahren zu können. Der Start glückte super und schon bremste ich die ersten Beiden aus. Weiter voll Gas voraus, damit der Zug nicht ohne mich abfährt. Plötzlich beim Beschleunigen Bergauf hörte ich einen lauten Knall und hatte keine Leistung mehr. Oh Nein, Sch…! Motorplatzer, Öl auf der Strecke, Rennabbruch.

D.h. Motorräder wieder herrichten, da das nächste Rennen am 13.-14.April in Hockenheim stattfindet. Die Vielseitigkeit des sabine3racing-Teams wurde des Weiteren durch den Teamchef Ruedi Hauser unter Beweis gestellt. Er erreichte zwischen Reifenwechsel und Motorreparaturen Platz 3 im Power Cup.

Einen riesen Dank an mein Team Mäse, Marcel und Ruedi die wahnsinnig gute Arbeit leisten und auch in stressigen Situationen mit mir kühlen Kopf bewahren!!! 

 

Der erste Roll-Out 2013 in Ledenon, F

Unglücklicherweise war das Wetter bei unserem ersten Einsatz wie vorausgesagt schlecht. Bei strömendem Regen flossen ganze Bäche über die Strecke und liessen die Asphalttemperaturen auf rund 4 Grad absinken. Der legendäre Wind, für den Ledenon bekannt ist, tat das seinige, um den Aufenthalt auf der Strecke mässig angenehm zu gestalten.

Also leider nicht die besten Vorrausetzungen, um unser grosses Testprogramm durchzuziehen...

Für mich persönlich war alles neu: Die Strecke, die Motorräder und die sich einstellenden technischen Probleme, die nicht ausblieben, nach dem kompletten Umbau der Honda.

Dank „Mäse“ unserem supertollen, engagierten und kompetenten Mechaniker konnten wir aber viele Probleme lösen und meine Hondas waren immer perfekt einsatzfähig.

Am letzten Tag hatten wir dann doch noch ein kurzes Zeitfenster, wo die Strecke teilweise kurz antrocknete und ich die zukünftige Einsatzhonda (nicht die bisher benutzte Ersatzmaschine) zum ersten Mal einsetzen konnte. Obwohl ich das volle Potential aufgrund der schlechten Streckenverhältnisse nicht austesten konnte, ist eins klar: Das Motorrad ist einfach nur ein Traum...

Nun werden sich alle mit Hochdruck um die noch offenen Baustellen kümmern, sodass wir am 23.3. bereit für Magione sind, wo unser letzter Testlauf stattfinden wird.

Direkt im Anschluss geht es dann auch schon nach Barcelona zum ersten Cuplauf. Wow, ich freue mich! 

 

Artikel vom 9.3.2013 in den Schaffhauser Nachrichten

Vorbereitung in Benicàssim - Spanien

Enduro Trainingslager "Sondertour Oropesa"

Die Erwartungshaltung an Enduro fahren in Spanien war es, Balance und das absolute Gefühl für den Untergrund und die Maschine zu finden. Dieses Ziel wurde auf eine Art und Weise erreicht, die ich so definitiv nicht erwartet hatte.

 

Schon bei der Ankunft und dem unwegsamen Gelände hin zur Finca wurde klar, dass es für mich als unerfahrene Enduro-Fahrerin eine Riesenherausforderung werden würde. Enduro fahren, bzw. Trial fahren kann man quasi übersetzen durch Bergsteigen mit Motorrad.

Als wir am nächsten Morgen an der Finca losfuhren galt es Laverklippen zu überwinden und wir trafen uns erst einmal mit unserem Guide. Danach fuhren wir für mein Empfinden sehr zügig über einigermassen fahrbare Laverziehstrassen in Richtung Berge und ich dachte so viel schlimmer kann es nicht mehr werden. Falsch gedacht!

Unser Guide fuhr einfach so im Nirgendwo rechts eine senkrechte Steinmauer hoch. Ich hätte in meinen kühnsten Träumen nicht gedacht, dass man so etwas mit einem Motorrad überwinden kann. Nach kurzen Zögern, kaltem Schweiss und drängenden Mitfahrern nahm ich Anlauf und fuhr zu meinem Erstaunen mit einem Satz und einem wild holperndem Motorrad hoch. Nach dieser gar positiven Überraschung ging es von da an auf steilen, eng bewachsenen Singletrails und aus Steinen bestehenden Heidewegen ins Spanische Hochland. Nach gefühlten 10 Stunden fahren und mega langen und schweren Armen und komplett aufgebrauchten Nerven, endlich um 14.00 Uhr fanden wir uns in einem kleinem Bergdorf zum Mittagessen ein.

 

In meinem Verständnis für Motorrad fahren geht es nicht darum senkrechte Wände mit losem Geröll und riesigen, festen Hinkelsteinen hochzufahren und dann das gleiche wieder Berg ab, alles rutscht, schlägt, holpert und mein Vorderrad steht dauernd mehr quer als gerade. Alles was mir Vertrauen beim Motorrad fahren gibt existiert bei dieser Art von Fahren einfach nicht mehr.

 

Ich muss gestehen nachdem ich den ganzen Tag über nur Kleinstürze hatte und mit der doch sehr starken Gruppe gut mitfahren konnte stieg bei mir das Selbstvertrauen und auch der Spassfaktor minütlich und ich fuhr doch recht entspannt die noch am Morgen für unfahrbar geglaubten Strecken zurück auf die Finca.

 

Am nächsten Tag wurden meine Befürchtungen nochmals übertroffen; Flussbett fahren stand auf dem Programm, was in dieser Region Spaniens bedeutet: Nasser, lehmiger, rutschiger Boden übersäht mit riesigen, spitzen Steinen, die irgendwann in ein 40 Meter breites Steinmeer münden, in das mein Vorderrad ca. 15 cm eingesunken ist und das einzig mögliche Vorrankommen möglich war, in den zweiten oder dritten Gang zu schalteten und was die Kiste her gibt Gas zu geben. Man hofft, dass das Motorrad sich seinen Weg schon bahnen wird, denn an Lenken ist überhaupt nicht zu denken. Noch eins, keine Angst vor Stürzen, denn diese sind alle paar Kilometer normal, denn das Vorderrad hängt sich mit Gewissheit wieder an irgendeinem von dem Millionen Steinen ein J.

 

Leider kam es wie immer, als ich voll im Saft stand und mir auch der grösste, spitzeste Stein und die steilste Abfahrt keine Schweissperlen mehr auf die Stirn treiben, waren die acht Tage auch schon um. Fast hätte ich noch vergessen zu erwähnen, ich werde die vielen verschiedenen spanischen Steine, die mich an meine körperlichen sowie mentalen Grenzen gebracht haben, nicht vermissen und ich freue mich schon wahnsinnig endlich wieder auf den glatt zementierten Rennpisten Europas zu fahren.

 

Fazit: Gleichgewicht, Reaktionsschnelligkeit und instinktives Handeln haben sich definitiv verbessert. Also die Saison kann kommen!!!

Partner

Support me

Be part of the Team

Mail an:

Hinweis: Bitte die mit * gekennzeichneten Felder ausfüllen.